23. Februar 2009
„Kann ICH die Welt retten?“ gibt 13- bis 19-Jährigen konkrete Tipps für strategischen Konsum und einen nachhaltigen Lebensstil
Der Widerspruch könnte größer kaum sein: Während die Werbung immer günstigere Produkte anpreist, schätzen immer mehr Menschen einen nachhaltigen und ökologischen Lebensstil. Bioprodukte sind „in“. Die lassen sich viele, vorausgesetzt sie können es sich leisten, auch gerne etwas kosten. Zugleich aber ist es schwer, den Überblick zu behalten: Garantiert ein Bio-Siegel, dass das Produkt aus ethischer Sicht einwandfrei ist? Macht es Sinn, Bananen aus ökologischem Anbau zu essen, obwohl diese einmal um die halbe Welt geschifft oder gar umweltschädigend geflogen wurden? Und ist es mit „richtig shoppen“ eigentlich getan?
Das jetzt im pädagogischen Verlag an der Ruhr erschienene Buch „Kann ICH die Welt retten?“ offenbart, dass es pauschale Antworten kaum gibt. Aber es macht den 13- bis 19-Jährigen, an die sich der Titel in erster Linie richtet, Mut: Jeder kann einen Beitrag leisten, um die Fehler seiner Elterngeneration in Hinblick auf Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit nicht zu wiederholen. In der Praxis wissen die Jugendlichen jedoch häufig nicht, wo sie anfangen sollen; in vielen Bereichen fehlt ihnen aber auch schlichtweg der Einfluss: Die Lebensmittel aus dem Bioladen sind zu teuer, für die Entscheidung, ob man guten Gewissens einen Fußball aus Pakistan kaufen darf, mangelt es an Hintergrundwissen, und auf den Autokauf des Vaters und die Wahl des Stromanbieters haben die Jugendlichen keinen Einfluss.
Aber in diesem Buch bekommen sie konkrete Handlungstipps, in denen erklärt wird, wie der Einzelne zu einem verantwortlichen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen beitragen kann. Und das, ohne auf jeglichen Konsum verzichten und überall gleichzeitig ansetzen zu müssen. Zudem hilft es den Jugendlichen, sich Gedanken über das eigene Verhalten zu machen und persönliche Kriterien für ihr Handeln im Alltag zu entwickeln. Somit ist „Kann ICH die Welt retten?“ ein Buch, das Bewusstsein schafft für strategischen Konsum und eine nachhaltige Lebensweise, um die Ausbeutung von Mensch und Natur zu stoppen.
Die Autorin Katrin Schüppel hat umfangreiche Infotexte, Beispiele, Interviews, Tabellen und Grafiken zusammengetragen, die den Schülerinnen und Schülern Hintergrundwissen vermitteln. Darauf aufbauend können sie sich kritisch mit konträren Positionen auseinandersetzen und zu einer eigenen Meinung kommen. „Kann ICH die Welt retten?“ beinhaltet umfangreiche Arbeitsmaterialien, die von Mitarbeitern im Bereich der Jugendarbeit und von Pädagogen fächerübergreifend in der Schule eingesetzt werden können. Es macht deutlich, was jeder tun kann, um die Welt ein wenig zu verbessern.
Wenn ALLE einen Beitrag leisten, ist die Welt vielleicht doch noch zu retten!
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung:
Katrin Neuhäuser
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Verlag an der Ruhr
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