24. April 2009
In der Kita bieten sich zahllose Gelegenheiten, sprachliche und mathematische Kompetenzen zu fördern
12 Uhr in der Kita. Mascha deckt den Mittagstisch. Zwölf Kinder bleiben heute zum Essen. Mascha zählt die richtige Zahl der Teller, Gläser und Bestecke ab. Ihre Erzieherin schaut der knapp Sechsjährigen über die Schulter, spricht mit ihr. Die Alltagsszene offenbart: Bildung im Elementarbereich findet regelmäßig, spielerisch, immer und überall statt. Mit geschultem Auge erkennen ErzieherInnen, wo Sprache, mathematische und naturwissenschaftliche Phänomene den Kindern nahe gebracht werden können.
Wie ihnen das bestens gelingen kann, verraten die nun im Verlag an der Ruhr erschienenen Praxisbücher „Jederzeit Mathezeit“ und „Jeder Tag ist Sprachlerntag“. Herausgeberin Antje Bostelmann hat „normale“ Situationen in den Kitas beleuchtet und zeigt auf, wie ErzieherInnen diese zur Frühförderung bewusst und zielgerichtet nutzen können.
Jederzeit Mathezeit
„Jede Kita hat das Potential dazu, ohne großen Aufwand damit zu beginnen, Kinder für mathematische Fragestellungen zu interessieren“, ist Antje Bostelmann überzeugt. In ihrer Anleitung macht sie deutlich, wo die dafür erforderlichen „Rohstoffe“ schlummern, wie man sie bergen und verwenden kann. Dabei geht es nicht um abstrakte Zahlen, es geht um Lernen in alltäglichen Momenten und Aktivitäten. Man muss Kinder nur bewusst „machen“ lassen – eben wie beim Tisch decken.
Der Tag in der Kita ist voller Mathe – lautet das Fazit. Doch während für Erwachsene Mathematik eine Welt der Zahlen ist, begreifen Kinder in diesem Alter Mengen, Verhältnisse und Zuordnungen. Darauf lässt sich die Förderung mathematischer Grundfertigkeiten bestens aufbauen.
Jeder Tag ist Sprachlerntag
Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Kinder von allein sprechen lernen. Ihre Sprachentwicklung wird geprägt von ihrem Umfeld - von Eltern und ErzieherInnen. Auch wenn diesen das häufig nicht bewusst ist.
Gezielte Lernangebote helfen zweifellos. Weit wichtiger ist es aber, regelmäßige Sprechanlässe zu schaffen. Miteinander reden im Morgenkreis, bei der Planung des gemeinsamen Tagesprogramms, beim Mittagessen, in Erzählzeiten oder auch beim Verfassen eines eigenen Buches – das alles sind Momente der gezielten Sprachförderung.
Materiallisten, Tipps sowie ein knappes aber alle wesentlichen wissenschaftlichen Erkenntnisse umfassendes Glossar runden das Angebot ab.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung:
Katrin Neuhäuser
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Verlag an der Ruhr
presseinfo@verlagruhr.de
Tel. +49 (0)208 439 54 402