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07. Mai 2009
Bewegungs- und Gymnastikgeschichten als Rollenspiele machen Motorikförderung leicht
Gemütlich trabt der Bär durch den Wald, erst hungrig, später zufrieden, satt und müde. Doch der Bär ist kein Bär. Er ist ein Kind, das in die Rolle des zotteligen Tieres geschlüpft ist. Es hebt die Fersen, lässt die Arme locker baumeln und geht leicht schaukelnd durch den Raum. Kinder lieben diese Rollenspiele. Die aber haben nicht nur einen Spaßfaktor – sie dienen der Förderung der Motorik, die bei immer mehr Kindern und Jugendlichen zu wünschen übrig lässt. Wie „Bewegungs- und Gymnastikgeschichten“ ganz gezielt in Kindertagesstätte, der Grundschule, aber auch zu Hause eingesetzt werden können, verrät das nun im Verlag an der Ruhr erschienene Buch „Kleine Schnecke, roll Dich ein!“
Schon der Titel macht deutlich, worum es der in Bewegungserziehung und Erlebnispädagogik erfahrenen Autorin Heike Jung geht. Sie hat ErzieherInnen, aber eben auch LehrerInnen und interessierten Eltern eine Fülle von Geschichten zusammengestellt, welche Kinder zwischen 4 und 8 Jahren zum Mitmachen, zum Bewegen und zum Fantasieren anregen. Indem sie heute den Bären, morgen die Katze oder den Igel spielen oder auch einen Gegenstand darstellen, trainieren sie auch ihre Ausdauer, Konzentration, das Gleichgewicht und ihre kooperativen Fähigkeiten. Die eigene Körperwahrnehmung wird bei diesen kindgerechten Spielen ebenso gefördert wie die Fähigkeit, sich zu entspannen, hinzuhören und zu fühlen. Sämtliche Übungen, die ohne langwierige Vorbereitungen absolviert werden können, dienen der ganzheitlichen, spielerischen Motorikförderung.
Längst hat die Wissenschaft nachgewiesen, dass gut ausgeprägte Bewegungsfähigkeit und Körperwahrnehmung positiv und wesentlich die Entwicklung der Intelligenz, sprachlicher und sozialer Fähigkeiten sowie der Emotionalität eines Kindes unterstützten. Doch viele Kinder verlieren in einer häufig reizarmen Lebenswelt ohne ausreichende Bewegungsangebote den natürlichen Bezug zum eigenen Körper. Unruhe und Unsicherheit sind oft die Folgen.
Heike Jungs Praxisbuch beugt solchen Fehlentwicklungen vor. Es beinhaltet neben einer Vielzahl von leicht umsetzbaren Geschichten auch Bewegungsübungen aus dem Qigong und Übungen nach der Lehre der progressiven Muskelentspannung. Vor allem aber ist es ein Buch, das Anregungen zur Motorikförderung im Alltag von Kindertagesstätte und Grundschule gibt – gut gegliedert, übersichtlich, verständlich, farbig und wunderschön illustriert. Ein Titel eben, dessen Übungen bei den Kindern die Reaktion: „Das war toll, noch mal!“ und bei den PädagogInnen das Urteil: „So gelingt Motorikförderung!“ hervorrufen.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung:
Katrin Neuhäuser
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Verlag an der Ruhr
presseinfo@verlagruhr.de
Tel. +49 (0)208 439 54 402